Mittwoch, 11. Mai 2011

Gierige Schatten

Meistervampir oder Rudelführer
Anders als es eigentlich Anitas Job war, wurde der Animatorin eine Arbeit auferlegt, die gar nicht in ihren Bereich fiel. Denn diesmal wollte der Klient nicht, dass sie Zombies aus ihrem Grab holte, um etwaige Erbschaften zu besprechen. Eher sollte sich Anita auf die Suche nach einer vermissten Werwölfin machen. Doch da sie wenig Erfahrung mit dieser Arbeit hatte, bat sie ihre Freundin Ronnie darum, den Fall zu übernehmen. Immerhin war diese ja auch eine Privatdetektivin.

Zwischen Richard und Anita schien die Sache immer ernster zu werden, doch nicht alle waren glücklich über diesen Verlauf der Dinge. Besonders Jean-Claude würde Richard mit dem Tod drohen, falls er von ihrer innigen Beziehung erfahren sollte. Da man aber das Unmögliche kaum in die Länge ziehen konnte, fasste Anita den Entschluss, dem Vampir von ihrer Beziehung zu erzählen. Richard sollte sicherheitshalber nicht mitkommen, da ein Blutbad sonst unvermeidbar wäre. Aber auch Anita sollte sich vor dem Zorn des Vampirs in Acht nehmen. Doch dieser hatte schlagkräftigere Argumente, als mit roher Gewalt drohen zu müssen.

Mitten in einem Haufen voller Gestaltenwandler, wurde Anita nun bewusst, was Richard eigentlich war. Obwohl er ein Werwolf war, hatte er seine tierische Gestalt immer so gut unter Kontrolle, dass sogar Anita ihn als Mensch sah. Was war also der Unterschied zwischen Jean-Claude und Richard? Beide waren Monster und Anita hatte nicht vor, einem diese Geschöpfe ihr Herz zu schenken. Und doch wollte sie Richard nicht verlieren. Doch ein weiteres Problem machte sich schnell bemerkbar. Denn nicht nur ein Gestaltenwandler war verschwunden. Inzwischen waren es schon ein ganzer Haufen.

Jagen oder gejagt werden
Das altbekannte Klischee hat sich nun auch bei diesem Band der Anita Blake Reihe bemerkbar gemacht. In den vergangenen Romanen konnte man die Anziehungskraft zwischen Anita und Jean-Claude spüren, wenn auch nicht allzu stark. Doch nun ist der Werwolf aufgetaucht und eine Rivalität beginnt, die man gerne nachverfolgt. Zwar nicht kitschig aber auf jeden Falls spannend, sind die Dialoge zwischen der Menschenfrau, dem Vampir und dem Werwolf.

Obwohl die Zombies und Ghule hier kaum noch erwähnt werden, ist der Roman voller blutrünstiger Kampfszenen, geschmacklosen Fieslingen und sarkastischen Sprüchen. Was wäre ein Anita Blake Roman, ohne diese Eigenschaften? Denn genau die sind es, was diese Bücher so einzigartig und wahnsinnig gut machen. Hin und wieder tauchen Rechtschreibfehler auf, doch diese sind selten und nicht so schlimm, dass man eigentlich darüber hinwegsehen kann. Trotzdem sollte die Bearbeitung etwas genauer ausfallen, denn bei so einer tollen Reihe mildert das den hohen Anspruch ab.

Fazit
Wie schon die Vorgänger, ist auch dieser Band völlig neu und unverzichtbar für Leser mit einem Hang zu Übernatürlichem aber auch brutalen Szenen. Ich muss sagen, dass mich die Bücher vom ersten Roman an fasziniert haben, da ich noch nie von einer sarkastischen und gefühlskalten Heldin gelesen habe, die mir auf Anhieb sympathisch war. Anita Blake hat einen individuellen Charakter und Laurell K. Hamilton hat es mit dieser Figur geschafft, großartige Geschichten zu erzählen.

Irie Rasta Sistren dankt Bastei Lübbe herzlichst für die Bereitstellung dieses Buchs.

2 Kommentare:

  1. Danke für deinen Kommentar :) Schönen Blog hast du da, nette Themen und gut strukturiert.

    Liebe Grüßlis!

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